Vorboten des Projekts „Frauensache – Wie Brandenburg Preußen wurde“

Wie bereits in meinem kleinen Bericht über Sophie Charlotte erwähnt, hat sich die historische Genderforschung in den letzten 15 Jahren auch den Herrscherinnen Preußens zugewendet. Eine Kunstinstallation im Park macht derzeit Werbung für die kommende Sonderausstellung

„Frauensache – Wie Brandenburg Preußen wurde“

Für rund 500 Jahre  – von 1415 bis 1918 – nahmen die Hohenzollern Einfluss auf die europäischen, deutschen und regionalen Geschicke. Nach 600 Jahren wird sich 2015 eine Ausstellung speziell den Hohenzollerinnen widmen.

Als „Vorboten“ dienen pinke Sockel, die nur mit einem Namen und einer kleinen Infotafel versehen sind. Auf der Infotafel wird die jeweilige preußische Herrscherin benannt und auf Englisch und Deutsch mit wenigen Worten skizziert.

 

Die pinkfarbenen Sockel wurden von Studentinnen des Studienganges Kommunikationsdesign und Medien der Hochschule Wismar entwickelt. Über die „traditionelle“ Farbwahl darf sich echauffieren, wer will. Fakt ist: die pinken Sockel fallen beim Spaziergang durch den Park direkt ins Auge.

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Aktion „Vorboten – Frauensache“ – Sockel für Auguste von Harrach vor dem neuen Pavillion

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Projekt „Vorboten – Frauensache“ – Sockel für Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach auf dem Weg zum Mausoleum

Insgesamt sieben dieser leeren Sockel umfasst das Konzept von Rebekka Menzel, Linda Berg und Anne Sell. Nicht alle stehen im Schlosspark Charlottenburg. Die Restlichen befinden sich vor der Villa Liegnitz in Potsdam sowie vor der Zitadelle Spandau.

Die  Ausstellung „Frauensache“ richtet ihren Fokus auf die weiblichen Mitglieder der Dynastie. Doch wird sie sich nicht nur mit den Persönlichkeiten der einzelnen Frauen im Hause Hohenzollern befassen. Durch den Perspektivenwechsel entstehen ganz neue Herangehensweisen der Geschichtsvermittlung. Neben den klassischen Wegmarken der Geschichte der Hohenzollern wird sich die Ausstellung auch mit den Möglichkeiten der Damen befassen, Einfluss auf die Entwicklung Preußens zu nehmen. Denn die Bildung von Netzwerken, geschickt genutzte Spielräume und von den Hohenzollerinnen gestellte Weichen haben die Geschichte Preußens ebenso geprägt, wie die Politik ihrer Söhne, Brüder und Ehemänner.

Die Sonderausstellung findet vom 22. August bis 22. November 2015 im Theaterbau des Schloss Charlottenburg  statt. 

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Theaterbau des Schloss Charlottenburg – Spandauer Damm 10

Öffnungszeiten: außer Montag  täglich 10-18 Uhr (letzter Einlass 17 Uhr)

Eintrittspreis: regulär 14€, ermäßigt 10 €  (Audioguide inklusive)

Weitere Informationen zur Ausstellung finden sich in den aktuellen Informationen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten und in der Vorstellung des Ausstellungsprojektes.

Neben der Ausstellung „Frauensache“ im Theaterbau vom Schloss Charlottenburg präsentieren sich das Schloss Sanssouci, Schloss Schönhausen, Schloss Glienicke und der Neue Flügel Charlottenburg von Ostern bis zum 1. November 2015 als authentische Handlungsorte der Hohenzollerinnen.  Diese „Frauenräume“ zeigen sich mit folgenden Themen:

  • Schloss Sanssouci: Königin Elisabeth – Frauenleben in Friedrichs Männerschloss
  • Schloss Schönhausen: Eine generationsübergreifende Liebesgeschichte am Hof von Königin Elisabeth Christine
  • Neuer Flügel, Charlottenburg: Fürstin Liegnitz, die vergessene Nachfolgerin Königin Luises
  • Schloss Glienicke: Der illustre Kreis von Prinzessin Marie von Preußen
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