Stoffberg.Berlin

Stoffe, Bänder, Garne und alles weitere, was man so zum Nähen braucht, das gibt es seit kurzem im Klausenerkiez im Stoffberg.Berlin.  Bereits die Schaufensterauslage weckt die Lust am Nähen. Das liebevoll zusammengestellte Produktangebot ergänzt Inhaberin Agnieszka Stromski zusätzlich durch praktische Tipps für interessierte Kunden. 

Ich selbst nähe höchstens ein- oder zweimal im Jahr. Dabei beschränkt sich meine Nähkunst aber eher auf das Zumachen eines Loches oder das Annähen eines Knopfes. Den Umgang mit einer Nähmaschine habe ich nie gelernt.

Nun lief ich letzte Woche am Stoffberg vorbei und schaute mir im Vorbeigehen die neue Auslage an.

Dabei sah ich einen besonders schönen Stoff. Eine Flut von Gedanken durchströmte mich:

  • Der Stoff wäre genau das Richtige für meine bessere Hälfte!
  • Was könnte man nur aus dem machen?
  • Irgendwas einfaches muss es schon sein!
  • Und etwas Nützliches sollte es auch sein.
  • Ein Hipsterbeutel würde zu ihm und zum Stoff passen!
  • Sowas kann doch nicht so schwer sein!
  • Einen Einkaufsbeutel kann doch jeder gebrauchen.
  • Das wäre eine total tolle Überraschung für ihn!

Damit war es entschieden. Ich betrat zum ersten Mal den Stoffberg.Berlin. Ich äußerte meinen Wunsch nach genügend Stoff für einen selbstgenähten Beutel und wurde mit einem absolut freundlichen Rundumservice bedient.

Mir wurde nicht nur eine ausreichende Menge Stoff für mein Projekt ausgehändigt, sondern zudem erhielt ich gleich noch die Idee dazu, einen Wendebeutel zu nähen. Das sei technisch recht einfach, auch zeitlich schnell zu bewerkstelligen und mit großem Wow-Effekt als Endprodukt. Zusätzlich wurde mir eine passende Webadresse für eine Anleitung inklusive Video empfohlen und kleine Accessoires für mögliche Beutel-Updates angeboten.

Zu Hause angekommen schnappte ich mir also euphorisch Nadel, Faden und Schere und setzte mich vor den PC. Die Anleitung war sehr übersichtlich und das Video erklärte jeden Arbeitsschritt in kurzer Zeit so gut, dass Fehler nicht aufkommen konnten. Zeitlich wäre das Projekt wohl recht schnell abgeschlossen gewesen, hätte ich eine Nähmaschine gehabt. Per Hand brauchte es dann doch wesentlich länger als gedacht und die ungewohnte Tätigkeit blieb nicht ohne Spuren. Etwa nach der Hälfte fing der Zeigefinger an zu schmerzen. Also legte ich eine Pause ein, verfluchte das Fehlen einer Nähmaschine und überlegt, wer im Bekannten- und Familienkreis ein solches Gerät und Zeit hätte mir beim Beenden des Beutels zu helfen. Natürlich alles ASAP, damit ich den fertigen Beutel noch am selben Abend stolz überreichen könnte.

Doch das Video lief weiter und zeigte, wie einfach und schnell die restlichen Schritte wären. Also die Zähne zusammen gebissen und bis zum bitteren Ende genäht. Das Ergebnis konnte sich dann wirklich sehen lassen und war eine gelungene Überraschung.

Waschbärbeutel

Inzwischen musste ich ein paar Tage das Bett hüten und hatte dadurch genügend Zeit auch den restlichen Stoff zu einem zweiten Beutel zu verarbeiten. Auch beim zweiten Mal arbeitete ich per Hand, doch diesmal wusste ich genau, was zu tun war und wie viel Arbeit bevorstand. Überraschenderweise ging es dann viel schneller und einfacher von der Hand. Es stimmt schon: Übung macht den Meister 🙂

Für alle, die diese DIY-Geschenk-Idee nachmachen wollen, kann ich die mir empfohlene Anleitung nur weitergeben:

Umhängetasche „Wendy“ auf dem Blog von Patty Doo

Wie einfach das geht, zeigt das gut gemachte Anleitungsvideo:

Was den Stoffberg.Berlin angeht, kann ich Nähbegeisterten und -interessierten nur raten, mal vorbei zu schauen. Nicht nur Angebot und Service sind hervorragend. Darüber hinaus, bietet der Laden auch noch einiges mehr (hätte ich das doch nur gewusst, bevor ich die beiden Beutel in Stundenlanger Handarbeit gefertigt habe!):

Aktivitäten im Stoffberg.Berlin

  • Nähplatz mieten: Für 10€ pro Stunde kann man direkt im Laden einen professionell eingerichteten Arbeitsplatz mieten. So kann man auch ohne eigene Nähmaschine  problemlos seine Näharbeiten realisieren. Weiterer Vorteil: auch an kniffelige Näharbeiten kann man sich heranwagen, denn der Stoffberg.Berlin steht gern mit Rat und Tat zur Seite.
  • Nähkurse: Der Stoffberg.Berlin bietet ganz unterschiedliche Nähkurse für Anfänger und Fortgeschrittene. Jeder Nähkurs ist eine für sich abgeschlossene Einheit und dauert drei Stunden. Pro Nähkurs werden 25€ ohne Material berechnet. Für besonders Interessierte steht darüber hinaus eine 5er- und eine 10er- Karte für Nähkurse zur Auswahl, wodurch sich 10 bzw. 25€ sparen lassen. Mehr Geld, um die liebevoll ausgesuchten Materialien für das nächste Nähprojekt zu besorgen.
  • Stoff statt Blumen: Geburtstagskinder erhalten bei entsprechendem Beleg einen Rabatt von 10 Prozent.
  • Kindernähkurse: Alle 14 Tage bietet der Stoffberg.Berlin einen speziellen Kindernähkurs an. Teilnehmende Geschwister erhalten dabei einen Rabatt von 5€.

Da man in kleineren Gruppen besser angeleitet werden kann, haben die Nähkurse eine begrenzte Teilnehmerzahl. Man sollte sich also rechtzeitig anmelden. Auf der Website vom Stoffberg.Berlin finden sich alle aktuellen Kursangebote.

Der Stoffberg.Berlin befindet sich im Horstweg 33 und ist wochentags von 9:30 bis 17:00 Uhr sowie samstags von 9:00 bis 14:00 Uhr geöffnet.

 

 

 

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2 Kommentare

  1. Vielen Dank für das nette Feedback. Ich freue mich sehr, dass mein Laden so liebevoll im Kiez angenommen wird. Alle Nähfreunde und solche, die es werden wollen sind herzlich eingeladen in meinen Stoffladen vorbeizuschauen.
    Liebe Grüße. Eure Agnes ( Agnieszka )vom Stoffberg.Berlin

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