Station-Vision – Kunst im U-Bahnhof

Man steigt ein, man steigt aus, tagein und tagaus… und nimmt in diesem Trott den heimischen U-Bahnhof selbst schon lange nicht mehr wahr. Doch letztens erregte etwas bei der Einfahrt meine Aufmerksamkeit. Was es war, konnte ich im ersten Augenblick nicht genau benennen. Es war nur so ein Gefühl etwas Interessantes aus dem Augenwinkel gesehen zu haben. 

Also steige ich nicht wie gewohnt aus und schließe mich dem aus dem Zug strömenden Menschen auf dem Weg Richtung Treppe an. Diesmal laufe ich den Bahnhof zurück und entdecke eine kleine Kunstinstallation.

Installation2_SCPlatz

Dank ihrer Beleuchtung hatte sie mein Unterbewusstsein angesprochen. Und genau das möchte der Künstler auch erreichen.

„Die Aktivitäten sollen lediglich „im Vorbeigehen“ bemerkt werden und kurzweilig unterhalten.“ (Marek Benczweski)

Links an der Kabine findet sich der Ausstellungstitel „Station Vision“ knapp übersetzt also Stationsvision/Haltestellenfantasie. Der Name ist Programm. Keinerlei Hinweis was es mit dem Gezeigten auf sich hat. Die Interpretation liegt allein beim Betrachter.

Station Vision U-Bhf Sophie-Charlotte-Platz

Station Vision U-Bhf Sophie-Charlotte-Platz

Rechts findet sich folgendes Zitat.

Zitat&MarekBenczewski

Beidseitig weist eine Webadresse ganz dezent auf Marek Benczewski hin, der seit 1980 als Künstler aktiv ist.

Das obige Zitat fungiert als thematische Grundlage für alle noch kommenden, wechselnden Installationen, die Marek Benczewski zukünftig vorstellen möchte.

Hierfür hat er die frühere Stationsvorsteherkabine in der U-Bahn-Station Sophie-Charlotte-Platz  auf der Seite „Richtung Ruhleben“ zu einem Kunststandort umgewandelt. Entstanden ist ein Kunstschaukasten, der erst im Mai durch seine Beleuchtung meinen Blick auf sich zog. Die Präsentationen im Kunstschaukasten des U-Bhf Sophie-Charlotte-Platz begannen schon am 1. März diesen Jahres.

Im Schaukasten selbst befindet sich derzeit die zweite Installation von Marek Benczewski. Die Erste habe ich gekonnt verpasst.

 

Aber für alle weiteren bin ich dank der „spielenden Mädchen im Birkenwald“ sensibilisiert und werde bei der Einfahrt in den Bahnhof darauf achten, ob es etwas Neues in dem kleinen Kunststandort im Klausenerkiez geben wird.

Bis dahin bleibt mir genügend Zeit, um das Leitzitat mit dem beleuchteten Schaubild gedanklich in Einklang zu bringen.

Webschmankerl

 

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