Keramik im ältesten Bürgerhaus Charlottenburgs

Am Pfingstwochenende lud das Keramikmuseum zu einem Benefiz-Keramiktrödel ein. Für den normalen Eintrittspreis von 2 Euro erhielt man an diesen Tagen die Gelegenheit nicht nur das Museum und seine Ausstellungsräume zu besuchen, sondern gleichzeitig selbst einige Keramiken zu erwerben. Der perfekte Anlass, um dem ältesten Bürgerhaus Charlottenburgs einmal einen Besuch abzustatten. 

Zum Keramikmuseum Berlin (KMB)

Das Keramikmuseum wurde 1990 gegründet und befindet sich seit 2004 in der Schustehrusstraße 13. Unter Leitung von Heinz-J. Theis widmet sich das KMB der Sammlung, Erforschung und Präsentation moderner Keramik des deutschen Kulturraumes, sowie dem Aufbau einer Dokumentationsstelle. Inzwischen verfügt die Sammlung des KMB über mehr als 8000 Exponate. Daher finden in den vielen verschiedenen Räumlichkeiten  immer wieder andere Sonderausstellungen statt, die einen Einblick in den Wandel der Keramikkunst, -produktion und -herstellung bieten.

Zur Geschichte des Bürgerhauses

Das Museum befindet sich im ältesten noch erhaltenen Bürgerhaus der Charlottenburger Altstadt. Es wurde 1712 für den Goldschmied Gottfried Berger nach einem für die Bürgerhäuser in Charlottenburg verbindlichen Modell des Hofarchitekten Eosander von Göthe erbaut. So wie der kleine Lehmbau sahen vor etwa 300 Jahren alle Bürgerhäuser in der Altstadt aus.

Das restaurationsbedürftige Gebäude mit zwei Innenhöfen wurde 1981 unter Denkmalschutz gestellt. Dennoch versuchte der Eigentümer am Weihnachtstag 1983 unerlaubt den Abriss. Nur durch die Initiative einiger engagierter Bürger wurde die komplette Zerstörung verhindert. Stark beschädigt rekonstruierte Architekt Ulli Böhme mit alten Baumaterialien und -techniken das historische Gebäude, wie es um 1800 ausgesehen haben soll. Dabei erhielt es seine noch heute vorhandene klassizistische Fassade. Aufgrund seiner Historie ist das Haus in der Schustehrusstraße 13 heute eine Station des Charlottenburger Altstadtpfades.

Benefiz-Keramiktrödel

Pfingstsonntag und Pfingstmontag lud das KMB zum Benefiz-Keramiktrödel ein. Dank des schönen Wetters konnten die Besucher im großen Hof zahlreiche Stände mit Keramikwaren begutachten und bei Interesse erwerben. Die gespendeten Objekte aus Porzellan, Steingut und Keramik lockten fast 1000 Besucher an. Liebevoll wurde auch für das leibliche Wohl gesorgt und einige Sitzbänke zum Ausruhen bereit gestellt.

Das Keramikmuseum Berlin befindet sich in der Schustehrusstraße 13 und hat freitags bis montags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Neben dem normalen Eintrittspreis von 2 Euro kann auch ein 6-Monats-Ticket für 10 Euro erworben werden. Für Keramik-Interessierte ein praktisches Angebot, da das KMB seine Ausstellungen stetig verändert.

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