Spreetouren – Berlin vom Wasser aus erleben

Es ist Touristensaison und damit herrscht auch auf der Spree wieder Hochbetrieb. Zahlreiche Reedereien bieten Sightseeing-Touren entlang der Spree an. Einige davon haben das Schloss Charlottenburg zum Ziel. Die Sehenswürdigkeiten Berlins von der Spree aus zu erleben ist etwas ganz Besonderes. 

Bis zu vier Stunden kann man eine der schönsten Seiten Berlins erleben. Kleine Touren sind schon in 90 Minuten machbar. Das zahlreiche Angebot ermöglicht einem in der Hochsaison fast alle 15 Minuten dem Straßentrubel auf dem Wasserweg zu entfliehen.

„Maxe, Du sollst mal sehn, wat scheeneres jibt et überhaupt nich in Berlin, wie ne Dampferpartie“, sagte Wilhelm Krause zu seinem vor kurzem erst aus der Provinz nach Berlin gekommenen Arbeitskollegen Max Winter. (Berliner Leben 1908)

Vorbei am Regierungsviertel, der Museumsinsel, am Berliner Dom und dem Schloss Charlottenburg geht es ohne lästigen Verkehr. Nach Osten kann man am Historischen Hafen unter der Oberbaumbrücke hindurch, an der East Side Gallery vorbei bis zum Müggelsee schippern. Die Auswahl ist riesig.

Mit gutem Grund, schließlich hängen Berlin und die Spree enger zusammen, als andere Städte und ihre Flüsse. Berlin wurde nämlich sprichwörtlich aus der Spree heraus gebaut. Viele der Gründerzeithäuser in Charlottenburg, Kreuzberg, Mitte oder dem Prenzlauer Berg entstanden aus Ziegeln, die ihren Weg von Rüdersdorf über die Spree in die Stadt fanden.

Selbst bei einer kurzen Fahrt durch die Innenstadt erlebt man hautnah, dass Berlin sehr viele Brücken besitzt.  969 Brücken zählte das Statistische Landesamt im Jahr 2000.

„Ja, scheen macht sich unsa Oberbaum mit seine Tirme und de Hochbahnjallerie, aba steh um Jotteswillen nich uff, sonst stosste Dir dein Cilinda inn, unse Bricken in Berlin sin nemlich imma bloss jrade so hoch, det een Dampfer, wenn er jenau in de Mitte fehrt, nich anstosst.“ (Berliner Leben 1908)

Über Kopfhörer stehen zahlreiche Stadtinformationen in vielen Fremdsprachen zur Verfügung. So begegnet man nicht nur den Sehenswürdigkeiten, sondern lernt auch gleich etwas zu deren Geschichte und oftmals auch ihre von den Berlinern verliehenen Spitznamen kennen.  Etwa 20 Euro bezahlt man als Erwachsener für eine solche Sightseeing-Tour, Kinder fahren für die Hälfte.

Direkt am Schloss Charlottenburg, unterhalb der Schlossbrücke befindet sich eine der zahlreichen Anlegestellen. Dort kann es dann vorkommen, dass sich zwei Bezirke plötzlich begegnen, die sonst keinerlei Verbindungen haben.

Charlottenburg Prenzlauer Berg Spreeschiffe

Prenzlauer Berg und Charlottenburg treiben zufrieden nebeneinander auf der Spree 😉

Wem das nicht genügt, der kann den Seeweg auf einer Haveltour bis in die Mark Brandenburg genießen. Von Wannsee, Spandau und Tegel werden solche Tagestouren angeboten.

Webschmankerl

 

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