Knobelsdorffstraße – wieder gesperrt

Verlässt man die A100 an der Abfahrt Knobelsdorffstraße, so gelangt man direkt in den verkehrsberuhigten Klausenerkiez. Das war aber nicht immer so. Um während der Bauarbeiten an der Spandauer Damm Brücke keinen Umgehungsverkehr durch die Spielstraße zu leiten, wurde die Zufahrt kurzerhand gesperrt. Die verkehrs- und umweltpolitische Bedeutung der Sperrung stand damals außer Frage. 

Die Sperrung mag zwar ein Ärgernis für Autofahrer gewesen sein, doch war sie ein Segen für die Anwohner. Frisch nach Charlottenburg gezogen, lernte ich die Knobelsdorffstraße 2008 nur in ihrer gesperrten Form kennen und gewöhnte mich recht schnell daran. Gerade erst hatten die Bauarbeiten am Spandauer Damm begonnen und versprachen noch einige Zeit anzudauern. So musste ich mich erst nach der Wiedereröffnung 2012 daran gewöhnen, statt einfach die Straße zu überqueren, tatsächlich die dort stehende Fußgängerampel zu benutzen.

Als es Zeit war, die Sperrung wieder aufzuheben, rührte sich natürlich Widerstand seitens der inzwischen verwöhnten Anwohner. Bei einer Umfrage innerhalb des Kiezes war das Ergebnis recht eindeutig: Die Anwohner wären mehrheitlich für den Fortbestand der Vollsperrung  gewesen. Gerade einmal 8 Prozent stimmten für die Wiedereröffnung.

Doch alles Bitten und Flehen war umsonst. Die Knobelsdorffstraße wurde brav wieder für den Verkehr freigegeben. Flexibel wie man ist, gewöhnte man sich auch daran.

Doch seit einigen Wochen finden wieder Bauarbeiten an der Autobahn statt. Der Verkehr staut sich täglich und sämtliche Ausweichstrecken werden ebenfalls merklich stärker frequentiert. Und so lief ich heute an der Knobelsdorffstraße vorbei und musste feststellen: Sie ist wieder gesperrt!

Nur geht es bei der bis zum 5. August andauernden Sperrung  nicht um den Schutz vor zunehmender Verkehrsbelastung. Wie es scheint spielt diesmal der Untergrund dem Verkehr ein Schnippchen. Zumindest lässt das stetige Rinnsal darauf schließen, dass hier einige Kanal- oder Leitungsarbeiten erledigt werden müssen, bis dass die Knobelsdorffstraße dem Verkehr wieder zur Verfügung gestellt werden kann.

UPDATE

Heute Morgen lief ich wieder an der Knobelsdorffstraße vorbei. Eifrig waren mehrere Arbeiter damit beschäftigt den Straßenbelag zu entfernen und einige Betonteile vom LKW zu laden. Auf meine Frage, was denn nun gemacht würde, kam die knappe Antwort: „Na ne Temposchwelle.“ und gleich mit dem Nachsatz „Und nicht nur eine“. Damit ist klar, dass gerade keine Kanal- oder Leitungsarbeiten stattfinden, sondern die Verkehrsberuhigung verstärkt wird. Wisst ihr Bescheid 😉

 

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