Station-Vision à la Pessoa – Schlafen

Bei der dritten Installation hatte ich mich noch in Spekulationen und Interpretationen geübt. Nun wurde das Schaufenster durch einen Schriftzug ergänzt. Dieser befasst sich mit dem Schwerpunkt Schlaf. Wie kann man nun Weitblick mit Schlafen vereinbaren? Und was hat das alles mit den Puppen zu tun? Die Recherche begann.

Der portugiesische Dichter Fernando Pessoa schrieb 

„da jede Veränderung  schlecht ist, bedeutet selbst eine Veränderung zum Guten stets eine Veränderung zum Schlechten“ (F. Pessoa, Buch der Unruhe)

Um dies zu verhindert solle man „schlafen, ewig schläfrig sein vom Schlaf“.

So bindet sich das neue Zitat am Schaukasten des U-Bahnhofes erneut in das den Installationen zugrundeliegende Thema ein:

Zitat&MarekBenczewski

Diesmal nähert sich der Benczewski aber von der anderen Seite. Er stellt Pessoas Ausweg dar. Und so ist das Rätsel um die beiden Mädchen im Hintergrund nun endlich gelöst. Sie schlafen. Sie verstecken sich vor Veränderungen.

Auf der Website zur Kunstinstallation findet sich inzwischen eine erste Erklärung zur neuesten Installation:

„Die dritte der Installationen in der U-Bahnstation Sophie-Charlotte-Platz erzählt von Schlafen und Träumen. Über mehrere Wochen hinweg werden dort abwechselnd diverse „Traumvarianten“ erscheinen, während die Kulisse unverändert bleibt.“

Neben dem Zitat hat sich seit meinem letzten Besuch entsprechend auch im Inneren des Schaukastens etwas verändert. Verschwunden sind die beiden Puppen, denen Gras aus dem Kopf wuchs.

Puppen auf Holzpodest

Ersetzt wurden diese durch ein großes Glasgefäß, in welchem ein Kinderkopf auf einem Sockel steht. Was das jetzt wieder zu bedeuten hat?

Pessoa Station-Vision

Was meint ihr? Welche Assoziationen kommen euch bei dem „füllbaren“ Gefäß?

Doch damit ist noch lange nicht Schluss! Kurz darauf hat sich das Schaufenster bereits erneut verwandelt. Nun entschlüpft ein geflügeltes Püppchen diesem Gefäß.

Station-Vision_Schmetterling

Meine erste Assoziation: „Die Gedanken sind frei“, die Zweite: „Metamorphose“.

Was haben diese Exponate jetzt aber mit schlafen & träumen und einer Konfusion im Kopf zu tun?

Ich halte mich da ja an das Grundkonzept Bencewskis und lasse mich im Vorübergehen von der Ausstellung eher kurzweilig unterhalten, als zu versuchen, sie in ihrer Tiefe zu erfassen. Doch ganz aus dem Kopf, bekomme ich sie dennoch nicht.

Webschmankerl

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